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Umfrage von Berlin Partner: Mit wenig Aufwand viel bewegen

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Burkhard Volbracht ist Head of Unit Talent International bei Berlin Partner und kümmert sich seit 1997 um die Vermarktung des Berliner Arbeitsmarktes. Nachdem er 1994 als Student nach Berlin kam, startete er 3 Jahre später mit seinem ersten Job im Wirtschaftssektor. Eine hohe Relevanz hatte zu dieser Zeit die Gewinnung von Fachkräften und die Bewältigung der Probleme, die die Umstrukturierung der Industrie mit sich brachte. Mit Berlin Partner hat Burkhard eine Institution gefunden, die von Anfang an an diesem Geschehen beteiligt war und es bis heute ist.

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie ist ein Public Partnership Unternehmen, welches in den 80er-Jahren entstand und einige Fusionierungen hinter sich hat, bis es vor fünf Jahren zu dem Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie wurde, das heute allgemein bekannt ist. Es bietet Wirtschafts- und Technologieförderung für Unternehmen, Investoren und Wissenschaftseinrichtungen in Berlin an. Hinter Berlin Partner steht der Berliner Senat und mehr als 230 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen, die sich für ihre Stadt engagieren und die Arbeit der Gesellschaft unterstützen.

Berlin Partner wurde mit dem Ziel gegründet, die wirtschaftlichen Interessen der Stadt Berlin zu vertreten. Jede große Stadt besitzt eine solche Institution und die verschiedenen Städte tragen einen Wettbewerb aus, um ihre wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Ein populäres Beispiel hierfür ist die Gigafactory von Tesla, die in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg Platz gefunden hat.  

Burkhard Volbracht hat sich dazu entschlossen, mit seinem Job bei Berlin Partner, die Stadt im Wettbewerb mit anderen Großstädten zu unterstützen und die Zukunft von Berlin mitzugestalten. Um einen Einblick in die Veränderung des Arbeitsmarktes, aber auch der Stadt  Berlin zu erhalten, stellten wir Burkhard Volbracht Fragen zu den Interessen der Berliner Unternehmen, was Berlin als attraktiven Unternehmensstandort ausmacht und der aktuellen Umfrage von Berlin Partner.

Wollen Sie Berlin Partner dabei unterstützen Berlin noch attraktiver zu machen? Dann helfen Sie mit und beantworten Sie die Umfrage zum Thema.

JETZT MITHELFEN

Berlins Einwohnerzahlen sind im Laufe der letzten Jahre immer weiter gestiegen. Was macht diese Stadt so attraktiv für Menschen von außerhalb?

Zum einen ist die Hauptstadt attraktiv, da die kreative Szene Berlins junge Menschen für ein Studium,  Praktika oder den Berufseinstieg anzieht. Zum anderen hatten kostengünstige Wohnungen eine lange Zeit einen großen Einfluss auf die Zuwanderung vieler Menschen und Kulturen. Dadurch hat sich Berlin zu einer internationalen Weltstadt entwickelt, was auch dazu beigetragen hat, dass mehr Menschen, die sich auf Englisch verständigen, in die Hauptstadt gezogen sind. Die politische Stabilität und die gute Bildung haben darüber hinaus dazu geführt, dass sich viele Familien in Berlin niederlassen.

Was macht Berlin zu einem attraktiven Unternehmensstandort?

Nach anfänglichen Schwierigkeiten sorgten die unterdurchschnittlichen Gehälter und Löhne, die sich gerade im Berliner Osten lange hielten, für niedrige Unternehmenskosten, was dazu führte das gerade Dienstleistungsunternehmen gerne nach Berlin gekommen sind. Außerdem ist Berlin für seine Internationalität bekannt, welche sich in mehrsprachigen Services und hoher Sprachkompetenz widerspiegelt.

So entstand über die letzten Jahre in Berlin die größte und aktivste Start Up Szene Deutschlands auf die sowohl Berlin Partner, als auch Burkhard Volbracht persönlich sehr stolz ist.

Wie können wir die Vorteile, die Berlin aktuell bietet, weiter ausbauen und gleichzeitig die Kultur der Stadt bewahren?

Wir sollten die Willkommenskultur beibehalten und daran arbeiten, die Kommunikation der Behörden mit den Menschen zu verbessern. Dabei sollten wir Fachkräften bei ihrer Ankunft mehr Möglichkeiten bieten. Auch der Wohnungsmarkt stellt eine wichtige Variable dar, da durch steigende Preise Anwohner – gerade aus Trendvierteln wie beispielsweise Mitte/Prenzlauer Berg – immer weiter verdrängt werden. Abhilfe würde das Werben und das Verbessern der Attraktivität der Außenbezirke schaffen. Spannungen können dadurch geglättet und die Synthese zwischen Einheimischen und Zugezogenen verbessert werden. So ist beispielsweise in London und Paris zu beobachten, dass immer mehr Menschen es sich nicht mehr leisten können, im Zentrum zu wohnen. Doch dieses Kulturgut soll in Berlin langfristig erhalten bleiben.

Wie hat Berlin sich durch die steigenden Einwohnerzahlen verändert?

Berlin ist noch internationaler geworden. Wir erleben, dass es nicht eine Region gibt, aus der niemand nach Berlin gekommen ist. Dadurch wächst das Berlin, welches jahrelang durch kleine Betriebe geprägt war und wird attraktiver für größere Unternehmen wie beispielsweise Zalando. Dies hat zufolge, dass Unternehmensnetzwerke vielfältiger werden. Die Löhne haben sich leicht den Mietpreisen angepasst, welche durch die steigende Einwohnerzahl enorm gestiegen sind. Die Balance zwischen diesen beiden Variablen sollte in Zukunft gehalten werden. Trotz dessen ist das Leben in der deutschen Hauptstadt im Vergleich zu London und Paris noch erschwinglich.

Was plant Berlin in Zukunft, um die Hauptstadt noch attraktiver für Menschen und Unternehmen zu machen?

Eine weitere Möglichkeit ist es, mehr Wohnraum zu schaffen, um die Mietraumsituation zu entspannen. Darüber hinaus spielt auch die weitere Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft eine große Rolle, damit Innovationen weiter vorangetrieben werden können. Außerdem sollte man die gebotenen Unterstützungen für Neugründungen ausbauen.

Warum sind zugezogene Menschen/Unternehmen für Berlin ein wichtiger Faktor und wie haben sie die Berliner Kultur und Wirtschaft mitgeprägt?

Durch den Zuzug in den letzten Jahren sind fast 40.000 Jobs entstanden, die durch die Menschen von außerhalb besetzt werden konnten. Die Vielfalt von Talenten spielt sich auch als Vielfalt in der Unternehmenslandschaft aus, was viele Neugründungen zur Folge hat. Dadurch spielen Aspekte, wie Diversity und Erfahrungswissen aus internationalen Quellen wichtige Rollen. Berlin wird durch diese Aspekte als Stadt der Veränderung wahrgenommen und diese Veränderung ist getrieben von Einflüssen von außerhalb. Auch die Kulturszene lebt vom Zuzug der Menschen und durch die stetig wachsende Vielfalt der Menschen kommen auch immer mehr populäre Gäste nach Berlin, wie zum Beispiel die Bürgermeister von London und New York. Sie besuchen die Hauptstadt beispielsweise um ihre in Berlin studierenden Kinder zu besuchen. Dadurch bot sich die Möglichkeit nebenbei die Kulturszene/Clubszene von Berlin kennenzulernen. Ein gutes Beispiel ist auch die Berliner Philharmonie, die durch ihre weltweite Popularität viele musikinteressierte Menschen anzieht.

Worum geht es in der aktuellen Umfrage von Berlin Partner und weshalb ist sie wichtig für Euch?

Wir haben festgestellt, dass viele Menschen nach Berlin gekommen und dadurch viele Jobs entstanden sind und besetzt werden konnten. Ziel ist es, die wesentlichen Beweggründe zu verstehen, die es für Fachkräfte, die nach Berlin kommen, um zu arbeiten, gibt. Diese Daten können nicht nur genutzt werden um Berlin im Wettbewerb besser zu vermarkten, sondern auch um die Hauptstadt gegenüber anderen großen Städten wie Lissabon, Dublin, London und Paris konkurrenzfähig zu halten.

HIER GEHTS ZUR UMFRAGE

Was können Menschen bewirken, wenn sie an der Umfrage teilnehmen?

Wir können aus den Erfahrungen der Zugezogenen lernen und wollen darüber hinaus den Menschen, die aktuell selbst in bürokratischen Prozessen feststecken unsere Hilfe anbieten.

Was passiert mit den Antworten der Umfrage?

In erster Linie werden die Antworten ausgewertet, das bedeutet, wir analysieren was in der Hauptstadt gut und was schlecht läuft. Anschließend gehen wir auf die Behörden zu, um die festgestellten Probleme zu kommunizieren und Verbesserungen zu erwirken. Außerdem können wir wichtige Aspekte der Fachkräfteansprache erkennen. Im Zuge dessen gehen wir aktiv auf Unternehmen zu, die Personal suchen, um ihnen bei der Bewerberansprache zu helfen, beziehungsweise die Erwartungshaltung von Fachkräften offen zu legen. Wir können auch herausfinden, welche Fähigkeiten Fachkräfte mitbringen und welche sie benötigen, um im nächsten Schritt den Bedarf zu analysieren. Im Zuge dessen werden auch Potenziale zum Aufbau von Kursen oder Coding Schools klar.

JETZT UMFRAGE BEANTWORTEN

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